Guipure

15. Dezember 2008


Guipure bezeichnet eine besondere Form der Spitzen-Stickerei, die auch als »Ätzstickerei« bezeichnet wird. Der französische Begriff »guiper« bedeutet soviel wie umhüllen und verweist auf den Herstellungsprozess. Guipure wird nämlich zunächst auf ein Grundgewebe gestickt, das anschließend durch eine chemischen Vorgang weggeätzt wird. Das Ergebnis ist ein durchbrochener Stoff, der aussieht wie extrem aufwendig gearbeitete Klöppelspitze. Für Guipure eignen sich ganz unterschiedliche Materialien wie Baumwolle, Wolle oder sogar Metall.

Zuletzt konnte man Guipure in der Herbst-/Winterkollektion 2008/09 von Miuccia Prada bewundern, die mit ihren Kleidern und Röcken der Guipure-Spitze zu einem furiosen Comeback verhalf. Guipure ist seit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts fester Bestandteil der französischen und italienischen Couture-Kollektionen von Häusern wie Christian Dior, Yves Saint Laurent, oder Valentino. Eine der führenden Manufakturen für Guipure-Stickereien ist der Schweizer Betrieb Forster Rohner in St. Gallen. Der Laufmeter kostet ab 200 Euro – die Grenzen sind nach oben natürlich offen.

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