Puma
Am Anfang war die Waschküche
Alles begann in den 20er Jahren in einer Waschküche. Die Brüder Adolf und Rudolf Dassler hatten es sich zum Ziel gesetzt, den perfekten Sportschuh zu entwerfen. Das Problem an der Sache war allein die ewig andauernde Streiterei der beiden. Sie hatten gänzlich verschiedene Geschäftsvorstellungen und nach den ersten Jahren in der Firma Adidas beschloss Rudolf, seinen eigenen Weg zu gehen. So gründete er 1948 sein eigenes Unternehmen. Als Firmenname war zunächst „Ruda“ vorgesehen, zusammengesetzt aus der jeweils ersten Silbe von Vor- und Nachnamen des Gründers. Da die Ähnlichkeit zur Bruderfirma Adidas jedoch zu groß war und der Klang nicht sonderlich prätentiös, fiel die Entscheidung auf „Puma“. So, wie der energiereiche, schnelle Silberlöwe, so sollten auch die Schuhe sein, die Rudolf Dassler produzieren wollte.
Beide Firmen waren in Herzogenaurach ansässig und der brüderliche Zwist spaltete die Stadt. Es war undenkbar, dass aus derselben Familie Mitarbeiter in beiden Firmen tätig sein konnten. Den Vorteil hatte letztlich der Kunde, indem sich Auswahl und Preise an den Wettkampf anpassten.
Rudolf Dassler führte die Marke Puma mit Sportlern wie Günter Netzer, Boris Becker und Diego Maradona, welche die Puma Schuhe trugen, zum Erfolg. Doch dann rutschte Puma in den 80er Jahren ab und näherte sich in den 90ern gar dem Bankrott. Niemand wollte mehr Puma tragen, die Waren blieben Ladenhüter. Was dann folgte, ist beinahe hollywoodtauglich: der Aufstieg von der Loser-Marke hin zum weltweit geliebten Lifestyle-Label!
Eine neue Geschäftsführung nahm das Ruder in die Hand, machte sich die Rolle des Underdogs zunutze und begann, Veranstaltungen wie die Loveparade zu sponsern und kooperierte mit dem Musiksender Viva. Während Adidas das Image von Sicherheit und Nike das von Sieg hatte, setzte Puma auf Rebellion.
Puma war die erste Sportmarke, die neben den reinen Sportartikeln auf Mode- und Lifestyleprodukte setzte. Dadurch gewann sie besonders bei jungen Menschen wieder größere Beliebtheit.
Die Auswahl ist groß bei Puma
Das Sortiment teilt sich heute in Sportartikel und Fashion auf. Im Fashion-Sektor gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Puma Bekleidung für Kinder, Damen und Herren, Beachwear, Shirts und Schuhe von der Sandalette bis zum Pump. Im Sportartikelsektor werden neben traditionellen Sportarten weitere Trendsportarten unterstützt wie Motorsport und Golfsport. Sehr beliebt sind die Sportschuhe Puma Speed Cat und die unterschiedlichen Trainingsjacken. Von der Motorradkombi bis zum Golfschläger ist alles mit Puma- Logo erhältlich. Düfte werden ebenfalls unter dem Namen Puma vertrieben, mittlerweile konnte sich das Puma Parfum sogar richtig etablieren.
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